„Es kam nie in Frage, den Verein nochmal zu verlassen“

Tobi Damm ist der dienstälteste Löwe im Rudel. In den vergangenen sieben Jahren ist er mit dem KSV, aber auch ganz persönlich durch alle Höhen und Tiefen gegangen. Blog36 blickt in einem großen Interview mit ihm gemeinsam auf seine faszinierende Karriere zurück, die so ziemlich alles bereithielt, was ein Fußballerleben zu bieten hat. Tobis Vertrag läuft im Sommer aus. Noch ist nicht klar, wie es danach weitergeht. Aber zwischen den Zeilen lässt sich bereits etwas erahnen.

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Geiler Garten, Geiler Typ; Foto: Blog36

Tobi empfängt Blog36 an einem Sonntagnachmittag bei sich zu Hause in Homberg/Efze. Tags zuvor gewannen die Löwen 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern II. Es war das 190. Spiel für ihn im Löwen-Dress. Das Spiel hat allen Beteiligten eine Menge abverlangt. Tobi stand 90 Minuten auf dem Platz, kämpfte, rackerte, schaffte Räume, vergab eine Großchance und bereitete einen der beiden Treffer von Basti Schmeer vor. Ein Kraftakt, das merkt man ihm an. Direkt am Eingang werden wir von der ganzen Familie Damm empfangen: Ehefrau Susanne, Tochter Emilia und Sohn Matteo begrüßen uns freundlich. Matteo, Blog36 bestens bekannt vom Abklatschen am Zaun, kommt gerade selbst vom Fußball und hat einen schönen kleinen Pokal gewonnen. Familie Damm verfügt über ein großes Anwesen, in deren Mitte ein massives, kleines Gartenhäuchen steht. Es stehen Kaffee und Kuchen bereit, der Kamin ist an. Mehr Gemütlichkeit und Gastfreundschaft können wir uns gar nicht vorstellen. „Jungs, wenn ihr nen Bier wollt, sagt ihr Bescheid, ja?“, sagt Tobi. „Och nö, lass mal“, entgegnet Blog36. Auch für Blog36 war der gestrige Tag eine kräftezehrende Angelegenheit. Aber das ist ein anderes Thema. Wir nehmen uns zwei Stunden Zeit und streifen eine Vielzahl an Themen, Episoden und Anekdoten. Eigentlich, so sind wir uns einig, hält die Karriere von Tobi Damm Stoff für zwei Tage bereit. Ein Buch darüber zu schreiben, überlassen wir aber lieber denjenigen, die sich damit auskennen. Siggi zum Beispiel…

 

Blog36: Hi Tobi, schön, dass du dir für uns Zeit genommen hast und wir dich hier bei dir zu Hause in Homberg besuchen dürfen. Vielleicht fangen wir mal mit der aktuellen Situation an: Du hast in den vergangenen knapp 7 Jahren eigentlich alle Höhen und Tiefen im Verein mitbekommen. Im Sommer gab es dann einen radikalen Umbruch hin zu einer Verjüngung und Regionalisierung. Viele haben daran gezweifelt ob das gut geht, auch weil VW als Sponsor seinen Rückzug angekündigt hat. Nun steht der KSV auf Platz 7, spielt attraktiven Fußball und kommt insgesamt mit einem sympathischen Auftreten daher. Auch die Stimmung im Team scheint sehr gut zu sein. Wie hast du den eingeschlagenen Weg der letzten Monate erlebt?

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Läuft bei Tobi… / Foto: Hedler

Tobi Damm: Ja, natürlich durchweg positiv. Ausschlaggebend war natürlich auch der Umbruch, den der Verein auch aus finanziellen Gründen durchziehen musste. Kann man auch offen und ehrlich so sagen. Entscheidend war aber auch, dass der Verein mit dem richtigen Trainer den Vertrag gemacht hat. Tobias Cramer kommt aus der Region, hat den KSV zwei Jahre als Co-Trainer begleitet und weiß, wie der Verein tickt. Er hat im Sommer mit seiner Euphorie eine Mannschaft geformt. Da sind viele Spieler aus der Region und es ist eine gute Mischung: Jung und Alt, Erfahren und Unerfahren. Diese Mannschaft war vom ersten Spieltag an gewillt, Spiele zu gewinnen. Der Trainer vermittelt uns immer, ehrlichen Fußball zu spielen und dass eine Mannschaft auf dem Platz steht. Die Mannschaft setzt das um und von daher kann man auf sechs erfolgreiche Monate zurückblicken. Wir sind aber noch nicht am Ende angekommen, die Saison läuft noch und der Trainer will den KSV auch längerfristig stabilisieren. Er hat ja jetzt auch seinen Vertrag um 36 Monate verlängert, was ich für ein sehr gutes Signal halte. Es war eine gute Saison bis jetzt, wir müssen bodenständig bleiben. Klar ist aber auch, dass wir irgendwann auch wieder dahin kommen müssen, um die oberen Plätze mitzuspielen.

Blog36: Gab es denn im Sommer auch Zweifel, ob zum Beispiel Spieler wie Marco Dawid oder auch Nacho, die unter Mink keine wirkliche Chance bekommen haben und auf die Cralle bauen muss, sich so durchsetzen würden?

Tobi: Ja, ich glaube, Bedenken hatte jeder einzelne Spieler. Da sind wir auch offen und ehrlich damit umgegangen. Wir wussten auch, dass keiner einen Cent auf uns setzt, alle haben gesagt es geht von Beginn an gegen den Abstieg und wir werden es schwer haben diese Saison. Uns war aber auch bewusst, wenn wir die 90 Minuten auf dem Platz die Ansagen des Trainers umsetzen, nämlich Bodenständigkeit, ehrliche Arbeit, Laufbereitschaft, Leidenschaft und wir als Mannschaft das ganze angehen, dass wir dann auch eine gute Rolle spielen können. Aber klar, es gab schon Bedenken.

Blog36: Cralle ist also der richtige Mann. Du hattest ja allein schon beim KSV acht Trainer gehabt…

Tobi: Gefühlt 20!

Blog36: Stimmt. Aber was zeichnet Cralle denn aus, im Vergleich zu den anderen?

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Cralle – Meister in Sachen Menschenführung; Foto: Blog36

Tobi: Vor einiger Zeit hatte ich einen Bericht über Julian Nagelsmann in der Süddeutschen Zeitung gelesen, der ja sein Traineramt in Hoffenheim gerade auch überragend macht. Er sagte, dass es für ihn zu 70% auf die Menschenführung ankommt. Das ist das Wichtigste für seine Arbeit und ich glaube auch, das ist das große Plus von Tobi Cramer. Er weiß wie die Spieler ticken und wie mit den unterschiedlichen Charakteren umzugehen ist. Damit können sich auch die Spieler identifizieren und auch mit den Ideen, die er uns mit auf den Weg gibt.

 

Blog36: Lass uns später nochmal auf die aktuelle Situation zurückkommen und jetzt erstmal in deine Vergangenheit reisen. Es ist ja bekannt, dass du damals unter Jürgen Klopp in Mainz gespielt hast. Du hast – für heutige Verhältnisse – diesen Schritt erst relativ spät gemacht und warst immerhin schon 21 Jahre, als du vom 1. FC Schwalmstadt zu Mainz gewechselt bist. Du warst vorher noch in Wabern und beim FC Homberg. Warum hast du solange bei relativ kleinen Vereinen in der Region gespielt?

Tobi: (lacht) Ja, weil ich in dem Jahr in Schwalmstadt einfach erst aufgefallen bin. Ich hab ja schon vorher in Homberg in der damaligen Bezirksoberliga gute Leistungen gebracht. Mit Wabern bin ich damals von der Bezirksoberliga in die Landesliga aufgestiegen und bin dann von dort aus nach Schwalmstadt in die Oberliga Hessen gewechselt. Dort bin ich zwei Bundesligisten aufgefallen, wurde kontaktiert und hab dann sowohl in Mainz als auch in Gladbach jeweils ein Probetraining absolviert. Damals hätte ich nach Gladbach wechseln können, hab mich aber für Mainz entschieden. Für mich und die Mainzer war es wichtig, dass ich meine Ausbildung im VW Werk als Gießereimechaniker beende. Die dauerte noch ein halbes Jahr. Nach der Ausbildung wurde ich vom VW Werk dann für 5 Jahre freigestellt und bin dann nach Mainz. Vorher war noch der Schulabschluss wichtig und damals musste man noch 9 Monate Bundeswehr machen, bevor ich dann die Ausbildung beginnen konnte. Mit 20 kam dann der Wechsel nach Schwalmstadt und da hab ich wohl eine so gute Saison gespielt, dass man auf mich aufmerksam geworden ist.

Blog36: Für heutige Verhältnisse ist das ja ziemlich spät. Wenn man zum Beispiel Benni Trümner hier aus der Region sieht, der ja mit 16 schon ins Nachwuchsleistungszentrum nach Hoffenheim gegangen ist. Bist du denn in den Jugendmannschaften gar nicht aufgefallen?

Tobi: Hier in der Region bin ich natürlich schon aufgefallen, aber wohl noch nicht für Bundesligavereine. Ich glaube auch nicht, dass damals schon hier auf dem Land gescoutet wurde. Damals mit Homberg haben wir mit der A-Jugend in der Oberliga Hessen gekickt. Das war zur damaligen Zeit die höchste Spielklasse. Da hab ich auch viele Tore gemacht. Aber klar, es ist schon auch eine andere Sache, wenn man, wie Benni, mit 17 Jahren in der Regionalliga spielen kann und nicht wie ich, bei einem Bezirksoberligisten.

Blog36: Wie siehst du als „Spätstarter“ die heutige Entwicklung das immer jüngere Spieler gescoutet und in Nachwuchsleistungszentren geholt werden, dass U23-Mannschaften nach und nach abmelden und die Fußballer immer früher zu den Herrenmannschaften hochgezogen werden? Wäre das auch für dich rückblickend ein Wunsch gewesen?

Tobi: Ach, für mich war das so in Ordnung. Erstens war mir immer wichtig, einen Schulabschluss zu haben. Dann kam die Frage: Ausbildung oder Studium? Ich hatte mich dann für eine Ausbildung entschieden. Ich hätte damals auch bei der Bundeswehr bleiben und studieren können. Hab mich aber dagegen entschieden. Wenn ich ein Angebot eines Bundesligisten für einen Internatsplatz gehabt hätte, weiß ich nicht, wie ich mich entschieden hätte. Schwer zu sagen. Du musst beides unter einen Hut kriegen: Schulabschluss und Fußball. Vielleicht wirst du ein guter Fußballer, kommst aber mit der Schule nicht klar. Für mich hat sich damals aber nie die Frage gestellt.

Blog36: Der KSV hatte ja schon immer Spieler aus der Region am Start. Warum kommen und kamen eigentlich so Viele davon aus der Schwalm? Wir denken da an Basti Schmeer, den eben bereits erwähnten Benni Trümner, unseren lieben Brääändy, aber auch so Leute wie Inge oder – unvergessen – Christoph Keim. Ist hier die Jugendarbeit besonders gut?

Tobi: (mahnend) Aufgepasst: Homberg ist ja keine Schwalm! Zwar Schwalm-Eder Kreis aber eben keine Schwalm! Selbst Basti Schmeer ist kein Schwälmer, der kommt ja aus Großrobbershausen, aus Verna, aber das ist ja auch noch keine Schwalm. Tiefste Schwalm ist z.B. Tim-Philip Brandner der aus Neukirchen kommt oder Christoph Keim, der aus Allendorf kommt. Wir haben ja alle auch in Schwalmstadt, Ziegenhain oder Treysa gespielt und Schwalmstadt war ja auch immer mal wieder in der Oberliga Hessen. Wenn du dann Spieler dabei hast, die auffallen, kommen die natürlich für den KSV auch in Frage. Die Jugendarbeit hier im Umkreis, das sehe ich auch an meinem Sohn Matteo, die wird komplett ehrenamtlich betrieben. Da wird sich richtig viel Mühe gegeben und die Leute hier stellen wahnsinnig viel auf die Beine. Das ist schon richtig gut.

Blog36: Du hast 2004 in der damaligen Oberliga Hessen beim 2-1 Heimsieg von Schwalmstadt gegen den KSV den Siegtreffer in der 80. Minute erzielt. Warum ist es eigentlich damals nicht zum Wechsel gekommen?

Tobi: Ich hab 2002 einen Anruf von Oliver Roggensack bekommen. Tja, und nach dem Anruf kam Kassel für mich nicht mehr in Frage.

Blog36: Oh!

Tobi: Ja, deswegen bin ich nicht früher beim KSV gelandet. Ich wurde zum Probetraining eingeladen, weil dem Verein immer nachgesagt würde, er integriere keine Spieler aus der Region in die Mannschaft. Ja und da hätte er gehört, dass ich immer gute Leistung bringen würde. Ich dachte mir: Wenn man einen Spieler holen möchte, kennt man die ja zumindest mal und hat sie auch mal spielen gesehen.

Blog36: Das hört man ja immer wieder von Spielern kleinerer Vereine aus der Region, dass sich die Verantwortlichen des KSV sehr arrogant verhalten. Gerade in Gesprächen um Verpflichtungen oder bei Probetrainings. Ist da mehr dran?

Tobi: In der Zeit, in der ich jetzt hier bin, hat sich glaube jeder, der zum Probetraining hier war, wohlgefühlt. Gerade dieses Jahr hat sich der Trainer ein Feedback von Spielern geholt und die waren geradezu begeistert von der Mannschaft und wie sie aufgenommen wurden.

Blog36: In der Oberliga Hessen hast du dich 2004/05 bei Schwalmstadt empfohlen, hast als junger Stürmer in 26 Partien 18 Buden gemacht. Erzähl doch mal bitte, wie dann der Wechsel zu Mainz zu Stande kam.

Tobi: Das kam über Dragan Sicaya, der jetzige Trainer in Stadtallendorf. Dragan war mein damaliger Trainer in Schwalmstadt und ist der beste Freund von Željko Buvač. Der ist wiederrum der Co-Trainer bei Jürgen Klopp. Dragan hat mich Željko empfohlen und hat gesagt, dass ich was für Mainz sein könnte. Željko Buvač, der damalige U23-Trainer Peter Neustädter und der Manager der 2. Mannschaft haben sich daraufhin Spiele von uns angeschaut und so ist der Wechsel damals zustande gekommen. Ich wurde dann erstmal für die 2. Mannschaft verpflichtet. Es wurde aber auch jedem von uns gesagt, dass man die Möglichkeit hat, in die Profimannschaft aufzurutschen.

Blog36: Mit dir zusammen wechselte damals mit Stefan Markolf ein weiterer Nordhesse nach Mainz. Als du später nach Wuppertal gegangen bist, wechselte auch er dorthin. War das Zufall? Und wie lief das damals ab? Und seid ihr beide heute noch in Kontakt?

Tobi: Ja, das war Zufall. Es ist aber nicht ganz korrekt, weil Stefan bereits ein Jahr vor mir nach Mainz gewechselt ist, gemeinsam mit Henning Lichte. Mit Stefans Wechsel zu Wuppertal hatte ich auch nichts zu tun. Das war auch Zufall. Wir haben uns immer gut verstanden und einiges gemeinsam unternommen: Stefan, Henning, ich und dann gabs ja auch noch Martin Wengerek. Wir stehen auch heute noch in Kontakt.

Blog36: Wie hast du Jürgen Klopp erlebt? War dir damals schon klar, dass er ein großer Trainer wird?

Tobi: Er hat ja schon damals auf sich aufmerksam gemacht. Ich hatte ja zur selben Zeit ein Angebot von der 2. Mannschaft von Borussia Mönchengladbach und hätte auch dort Chancen gehabt in die 1. Mannschaft zu rutschen. Damals war jedoch Dick Advocaat Trainer in Gladbach und der hat nicht so auf Jugendspieler gesetzt. Kloppo war schon einer, der auch jungen Spielern eine Chance gegeben hat. Das war dann nur in dieser Saison leider nicht mehr so, da es mit Mainz um den Abstieg ging. Kloppo hatte schon eine besondere Art die Spieler zu motivieren, das können nicht viele. In puncto Menschenführung kann aber auch er noch was lernen, ansonsten ist er aber ein super Typ.

Blog36: Am 11.02.2006 hast du dein erstes Bundesliga-Spiel absolviert. Erinnerst du dich noch an Gegner und Ergebnis?

Tobi: Ja klar, das sind natürlich besondere Momente. Das war gegen den HSV. Ich wurde in der 84. Minute für Milorad Pekovic eingewechselt. Peko hat ja letzte Saison noch für Trier gespielt und nun seine Karriere beendet.

Blog36: Am 12.08.2006 hast du dein bisher einziges Bundesliga-Tor geschossen. Erinnerst du dich auch daran noch?

Tobi: (strahlt) Ich sag mal von allen Highlights das coolste, mein erstes Bundesliga Tor, gegen Bochum am ersten Spieltag. Wir haben gegen Bochum 2-1 gewonnen, ich hab das 1-0 gemacht.

Blog36: Korrekt. Du wurdest dann in der 80. Minute ausgewechselt, es kam Imre Szabics, ein ungarischer Nationalspieler. Bei Bochum spielte damals Benjamin Auer, der ja gerade angekündigt hat, seine Karriere beim Liga-Konkurrenten FK Pirmasens zu beenden. Kennt ihr euch noch und weiß er von dieser für dich besonderen Geschichte?

Tobi: Ja klar, er war ja dabei und wenn wir mit dem KSV gegen Pirmasens gespielt haben, haben wir immer ausführlich gesprochen. Er ist ja in diesem Sommer damals von Mainz nach Bochum gewechselt. Ich hab ja die vorherige Rückrunde mit ihm zusammen bei Mainz gespielt.

Blog36: Bei Mainz 05 hattest du damals die Rückennummer 36 – sympathisch, wie Blog36 findet. Unverständlich ist allerdings, warum du sie heute nicht trägst. Sie war doch offenbar ein Glücksbringer.

Tobi: (lacht) Als ich damals zum KSV kam hat der Uwe Heller gleich gesagt, dass die Nummern ab 30 aufwärts nicht in Frage kommen. Da hab ich mich dann halt für die 22 entschieden. Eigentlich wollte ich die 9 nehmen, aber zwei Tage vorher wurde Bobo Mayer verpflichtet und der hat sie mir weggeschnappt.

Blog36: Woran hat es denn eigentlich gelegen, dass du dich bei Mainz nicht so richtig durchsetzen konntest?

Tobi: Schwer zu sagen. Ich hab ja die ersten Spiele in der Saison 2006/2007 auch von Beginn an absolviert, die nächsten dann aber nicht mehr. Kloppo hat mit mir gesprochen und gesagt, dass die Leistung passe und ich meine Sache gut mache. Aber er sagte halt auch, dass es in diesem Jahr knallhart gegen den Abstieg gehen würde und er deshalb er auf die erfahrenen Spieler setzt. Für mich hieß das dann: wenig Einsatzzeiten. Die ersten 5 Spiele hab ich ja von Beginn an gemacht, danach waren es dann noch Kurzeinsätze. In der Rückrunde hab ich mich dann für die Verleihung nach Wuppertal entschieden, da ich in Mainz dann nur noch für die zweite Mannschaft eingeplant war.

Blog36: Wie kam denn ausgerechnet Wuppertal zustande?

Tobi: Der damalige Manager Achim Weber hatte mich angerufen und gefragt, ob ich mir das vorstellen könnte. Er hatte auch schon Kontakt zu Christian Heidel aufgenommen, ich war dann zweimal in Wuppertal und hab mir das ganze angeschaut, die spielten damals in der Regionalliga Nord. Uwe Fuchs war der Trainer und ich war echt begeistert da Wuppertal auch seinerzeit um den Aufstieg in die 2. Liga mitspielte.

Blog36: In Wuppertal bist du dann ja auch ganz gut eingeschlagen.

Tobi: Ja, ich hab dann in der Rückrunde noch 9 Tore gemacht, aber leider sind wir am Ende nicht aufgestiegen. Das war ganz schön bitter. Im Sommer bin ich dann erstmal wieder zurück nach Mainz, die ja in die 2. Liga abgestiegen sind. Hab da auch die ganze Vorbereitung mitgemacht im Sommer und hatte dann wieder ein Gespräch mit Kloppo. Er konnte mir aber auch keine neuen Perspektiven aufzeigen und hat mich wieder eher in der Zweiten gesehen. Wuppertal war aber die ganze Zeit an mir dran geblieben und ich hab mich dann für die Saison 2008/2009 entschieden, zum WSV zu wechseln.

Blog36: Beim Wuppertaler SV hast du dann voll eingeschlagen, in der Saison 2008/2009 waren Mahir Saglik und du das beste Stürmer-Duo der Liga mit zusammen 38 Toren (27/11), ihr habt Hertha BSC Berlin und Erzgebirge Aue aus dem DFB-Pokal geschmissen und seid im Achtelfinale an Bayern München gescheitert. In dem Spiel hast du ja auch getroffen, Torwart bei den Bayern war Olli Kahn. Insgesamt hast du in 121 Spielen in der Regionalliga Nord und 3. Liga, 34 Tore erzielt, es lief also ziemlich gut in Wuppertal. Wie hast du die Zeit damals erlebt?

Tobi: Wir hatten in dem Jahr einfach eine überragende Mannschaft und waren schon zur Winterpause mit sechs Punkten Tabellenführer. Mit Mahir Saglik hatte ich einen überragenden Sturmpartner, wir haben zusammen 38 Tore in dem Jahr geschossen. Er 24, ich 14. Dann kamen die DFB-Pokalspiele, wir haben Erzgebirge Aue und dann Hertha BSC Berlin rausgeschmissen. Dann kam das Spiel gegen Bayern München, da haben wir 2:5 verloren, aber ich hatte in der Zwischenzeit den Ausgleich zum 1:1 gemacht. Olli Kahn stand damals bei den Bayern im Tor. In der Liga standen wir richtig gut da, waren mit Abstand Erster und dann wird mit einem Mal der Trainer entlassen. Das hat keiner von uns Spielern so richtig verstanden. Dann kam Wolfgang Frank, der dann alles anders gemacht und umgeschmissen hat. Das kam natürlich bei der Mannschaft nicht gut an. Deswegen sind wir am Ende dann bis auf Platz 8 abgerutscht. Damit waren wir zwar qualifiziert für die 3. Liga, die damals ja neu eingeführt wurde, aber es wäre definitiv mehr drin gewesen. Ich sag mal, wäre Wolfgang Jerat damals Trainer geblieben, hätten wir auch den Aufstieg geschafft. Das war dann der Knackpunkt, wo es mit dem WSV bergab ging. Der Präsident will das nicht wahrhaben, wir trafen uns letzten Sommer beim Legendenspiel. Er sagt, wäre Jerat Trainer geblieben, hätten wir uns nicht mal für die 3. Liga qualifiziert. Aber wie gesagt: Wir waren ja Erster zur Winterpause…

Blog36: Stimmt es, dass Mahir Saglik Trauzeuge war bei der Hochzeit von deiner Frau Susanne und dir? Wie kam denn das zustande?

Tobi: Ja das stimmt, Mahir war mein Trauzeuge. Wir haben uns in diesem Jahr sehr gut angefreundet. Er spielt gerade in der 1. ungarischen Liga bei einem Club, wo Michael Oenning Trainer ist und wird dieses Jahr noch durchziehen, aber seine Karriere wahrscheinlich auch bald beenden. Wir haben auch fast täglich, aber mindestens einmal die Woche noch Kontakt.

Blog36: Für Mahir Saglik ging es ja nach der Wuppertaler Zeit nochmal richtig steil nach oben.

Tobi: Klar, nach dem super Jahr in Wuppertal ist er zu Wolfsburg und hat einen 3-Jahres Vertrag bekommen. Dort hat er leider nicht so Fuß gefasst und wurde nach Karlsruhe, St. Pauli und Paderborn ausgeliehen. Irgendwann ist er dann komplett gewechselt nach Bochum und nach Paderborn, von dort wieder nach St. Pauli und zurück nach Paderborn. Das hab ich ja dann auch immer live mitbekommen.

Blog36: So ein Wandervogel warst du ja nie. Nordhessen ist ja immer deine Homebase geblieben. Stand eigentlich jemals zur Debatte, hier alle Zelte abzubrechen?

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Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Tobi nach dem Spiel mit Emilia und Matteo; Foto: Hedler

Tobi: Als meine Frau und ich unsere Ausbildungen angefangen haben, sind wir nach Bad Wildungen gezogen. Sie hatte dort einen Ausbildungsplatz als Hotelfachfrau und ich bin von da aus ins VW Werk gefahren. Seit 2007 sind wir dann in Homberg. In Mainz und Wuppertal hatte ich dann jeweils Wohnungen und meine Frau ist dann immer gependelt. Im Hotel war es so, dass sie 7 Tage am Stück arbeitete und dann immer wieder mal 4-5 Tage frei hatte. Als meine Tochter Emilia geboren wurde, sind die beiden dann nach Wuppertal gekommen, meine Frau war ja dann in Elternzeit. Wenn ich mal 2-3 Tage frei hatte sind wir dann auch in Homberg gewesen. Naja und wenn ich damals einen längerfristigen Vertrag in der 1. oder 2. Liga bekommen hätte, wären wir sicher auch weggezogen.

Blog36: In 2010 kam dann für dich dann die endgültige Rückkehr nach Nordhessen, mit deinem Wechsel zum KSV. Wer hat dich denn damals kontaktiert und überzeugt?

Tobi: Mirko Dickhaut. Ich war damals ja noch freigestellt bei VW und musste mich entscheiden. Die 5 Jahre Freistellung waren um. Es gab noch Angebote von RW Ahlen und dem 1. FC Saarbrücken, aber ich hab mich dann entschieden, meinen Job bei Volkswagen wieder aufzunehmen und beim KSV zu spielen.

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Wieder zu Hause: Tobi 2010 bei der Mannschaftsvorstellung; Foto: Blog36

 

Blog36: Arbeitest du eigentlich Vollzeit bei VW?

Tobi: Ich hab einen ganz normalen Arbeitsvertrag, also Vollzeit. Ich bin von 07:45 bis 14 Uhr meistens im Werk und im Anschluss ist dann Training. Für ein bis zwei Stunden stellt mich der Arbeitgeber also für den Fußball frei.

Blog36: Das ist also dann auch eine Leistung des Sponsors, dass er dich für die Zeit beim KSV freistellt?

Tobi: Volkswagen hat ja eine Sportförderung. Hinzu kommt die Unterstützung durch die Personalabteilung und Carsten Bätzold, dem Betriebsratsvorsitzenden von VW Kassel, der ja auch eine Zeit lang beim KSV im Vorstand war. Der hat sich immer eingesetzt dafür. Er hat auch die Freistellung für die 1-2 Stunden pro Tag in die Wege geleitet. Das gilt ja auch für die Auswärtsspiele, die unter der Woche stattfinden.

Blog36: Wie war denn eigentlich für dich damals die Stimmung als du zum KSV gewechselt bist? Was waren die Ziele?

Tobi: Ganz klar: Aufstieg! Das war die klare Ansage vom Verein, dementsprechend wurde auch die Mannschaft zusammengestellt.

Blog36: Es wurden ja neben dir auch weitere gestandene Spieler wie Kai Koitka, Bobo Mayer, Benjamin Weigelt und Mario Neunaber geholt.

Tobi: Natürlich, das hat ja auch im Nachhinein dem Verein ganz schön wehgetan. Man hat alles auf eine Karte gesetzt und viel investiert in die Spieler um den Aufstieg mit aller Gewalt zu packen. Es ging ja auch gut los bis zur Winterpause, dann kamen die Insolvenzen von Weiden und Ulm und es wurden die Punkte wieder abgezogen. In der Rückrunde haben wir dann einen Knacks bekommen, auch innerhalb der Mannschaft. Es waren mehrere Sachen, die dann nicht mehr gegriffen haben, hinzu kamen auch Unstimmigkeiten innerhalb der Mannschaft. Die Qualität war sicher da, aber wir konnten dies in der Rückrunde nicht mehr auf den Platz übertragen. Der Trainerwechsel zu Christian Hock kam ja noch, aber wir haben es am Ende dann leider nicht mehr geschafft.

Blog36: In deiner ersten Saison 2010/11 hast du auch gleich voll eingeschlagen, hast 16 Buden gemacht und warst fest an der Seite von Thorsten Bauer gesetzt. Wie ist eigentlich euer Verhältnis zueinander?

Tobi: Torsten war ja immer mein Kartenspielpartner, gemeinsam mit Benjamin Weigelt und Enno Gaede. Wir haben dann immer Skat gespielt. Also abwechselnd Skat und Ramsch. Da haben wir jede freie Minute genutzt, haben uns auch ab und an mal privat getroffen im Düsseldorfer Hof. Das war schon gut.

Blog36: Von Christian Hock wurde der Fußballgott damals ja richtig krass ausgebootet. Wie hast du diese Episode erlebt?

Tobi: Für uns Spieler war es natürlich eine Katastrophe. Es ging nur noch um das eine Thema. Uns als Mannschaft hat das nicht gut getan und hat sich in der Saison dann wiedergespiegelt. Die Verantwortlichen waren damals Christian Hock und Giuseppe Lepore, die das Ganze dann entschieden haben. Eine komplett unnötige Aktion. Egal ob es nun Totti war oder ein anderer Spieler, so geht man einfach nicht miteinander um.

Blog36: Eben jener Christian Hock sagte ja auch, dass wir vier bessere Stürmer als Thorsten Bauer im Kader hätten…

Tobi: Das hat von uns auch keiner verstanden, wie er darauf kam. Totti war ja damals, auch in seinem fortgeschrittenen Alter, immer für ein Tor gut. Er hat immer Gas gegeben, im Training seine Leistung gebracht und wie es dann zu dieser Aussage kam, hat keiner verstanden. Die Leute wurden sauer auf Hock. Dann lief in den ersten Spielen nichts zusammen und schon hatten wir Probleme. Dann wurde auf der Mannschaft und dem Trainer rumgehackt. Totti und Michael Zepek mussten dann plötzlich in der Aue Laufen. Vielleicht musste man die auch loswerden, weil sie zu viel Geld kosteten. Das weiß man ja alles auch nicht. Da fehlen mir ja auch die Hintergründe.

Blog36: Gut, dann kommen wir noch mal auf ein anderes Thema. Als es dann sportlich wieder besser lief, wurde dann bei dir Pfeiffersches Drüsenfieber diagnostiziert. Das war Ende 2012, also mitten in der Meistersaison. Du hast ja dann die komplette Rückrunde verpasst. In den beiden Spielen vor der Erkrankung hattest du jeweils noch eine Bude gemacht und dann war es von einem auf den anderen Moment vorbei. Wie war das alles damals für dich?

Tobi: (atmet tief durch) Ja, das war damals eine einfach beschissene Zeit und ich hab schon Momente gehabt in der Krankheit, also ich sag mal so nach 3 bis 4 Monaten, wo sich dann auch einfach gar nichts getan hat und wo auch gar keine Besserung in Sicht war, schon zu sagen: Das macht keinen Sinn mehr. Und ich hab auch eigentlich wirklich gar nicht mehr daran geglaubt dass es nochmal irgendwie besser wird. Das war nen ganz komisches Gefühl. Ich war ja auch bei sämtlichen Ärzten, man forscht dann ständig noch, ob nicht doch noch was anderes sein könnte. Man liest alles Mögliche und hört sich um. Das war ne ungewisse Zeit. Da gabs schon die ein oder andere Phase wo ich mir gedacht hab: Ich glaub nicht, dass ich nochmal auf den Platz zurückkomme.

Blog36: Wahrscheinlich denkt man auch gar nicht so viel über Fußball nach, oder?

Tobi: Doch schon. Man will einfach, dass alles wieder normal ist und dass man einfach wieder vernünftig trainieren kann. Das war ja dann auch die Zeit, wo die Jungs dann Erster waren und sich qualifiziert haben für die Aufstiegsspiele. Und da will man doch dabei sein. Aber das war alles überhaupt nicht möglich, weil mein Körper ist komplett runtergefahren. Da hat gar nix mehr funktioniert. Schwindel war bei mir ganz schlimm, dazu kamen Herz-Rhythmus-Störungen. Die kleinste Anstrengung und ich konnte mich sofort wieder hinlegen. An Training war in dieser Zeit gar nicht zu denken.

Blog36: Vielleicht etwas abgedroschen die Frage, aber hat diese Erfahrung mit der Krankheit dich auch als Mensch verändert?

Tobi: Man muss einfach dankbar sein, wenn man gesund ist. Gesundheit ist das oberste Gut, gerade natürlich im Sport. Ich bin auch wirklich dankbar für jede Minute, die ich auf dem Platz stehe. Klar prägt so etwas einen, wenn man so ne Krankheit hinter sich hat. Ich bin einfach nur froh, dass jetzt soweit alles wieder ok ist.

Blog36: Wie war denn damals der Kontakt zum Verein?

Tobi: Naja, also bei den Heimspielen war ich ja immer da und unter der Woche – wenn es körperlich ging – hab ich auch immer beim Training zugesehen. Ich bin dann ja auch privat nach Kiel gefahren mit meiner Frau und hab mir das Aufstiegsspiel dort angesehen. Ich hab den Kontakt zur Mannschaft nie abreißen lassen und von den Jungs hat sich dann auch der ein oder andere immer mal wieder gemeldet und gefragt wie es ist. Zu der Zeit ist ja dann auch mein Vertrag verlängert, obwohl keiner wusste ob das überhaupt noch mal was wird…

Blog36: …ist ja schon ein starkes Zeichen vom Verein…

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Tobi nach überstandener Krankheit mit Ricky Pinheiro (scha la la la la la); Foto: Rösch

Tobi: Ja, auf jeden Fall. Das war damals ein starkes Zeichen von Claus Schäfer und Jens Rose, die meinen Vertrag um zwei Jahre verlängert haben. Die haben daran geglaubt, dass ich wiederkomme. Wenn es halt nicht funktioniert hätte, hätte man den Vertrag ja immer noch auflösen können. Aber ich hatte ein längeres Gespräch mit den beiden und die haben an mich geglaubt. Und dann folgte auch eine Phase bei mir wo es wieder etwas bergauf ging. Ich hab dann eine Spezialtherapie, das nennt sich Ozontherapie, gemacht und ich hab gemerkt, dass es peu á peu immer ein bisschen besser wurde. Ja und dann irgendwann war es weg und ich konnte wieder laufen gehen. Damit hab ich dann erstmal angefangen und als ich wieder am Mannschaftstraining teilnehmen konnte war das natürlich ein super Gefühl. Das war ja dann zu der Zeit, als Jörn Großkopf schon Trainer war. Die Anfangszeit der Vorbereitung für die Saison 2013/14 konnte ich noch nicht mitmachen, da war ich noch nicht soweit. Aber Anfang August bin ich dann wieder ins Training eingestiegen und Ende August hab ich dann mein erstes Spiel gemacht – gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt. Endlich wieder Sport machen. Das war ein gutes Gefühl.

 

Blog36: Warst du denn eigentlich damals noch Arbeiten?

Tobi: Nee, anfangs ging da gar nix. Von Januar bis Mai 2012 war ich bei VW krankgeschrieben und dann bin ich langsam wieder eingestiegen. Aber an Sport war in der Zeit noch überhaupt nicht zu denken.

Blog36: Jörn Großkopf war übrigens eben ein gutes Stichwort. Kommen wir mal wieder zum Sportlichen: Wäre es in der damaligen Situation nicht besser gewesen, mit Uwe Wolf weiterzuarbeiten?

Tobi: Das Problem war damals, dass aus finanziellen Gründen ein Umbruch stattfinden musste. Die Vorgabe von Claus Schäfer und Jens Rose war es, Spieler zu verpflichten, die auch bereit sind, halbtags zu arbeiten und bei einem anderen Arbeitgeber auch Geld verdienen. Diese Schiene sollte ab Sommer gefahren werden und damit konnte Uwe Wolf sich nicht identifizieren. Deswegen hat er dann gesagt, dass er dafür nicht bereitsteht und Verein und er da nicht zusammen kommen.

Blog36: Für die Mannschaft sicher schade.

Tobi: Natürlich. Er ist ja mit uns Meister geworden. Vom Blickwinkel des Erfolgs her, muss man so einen Trainer natürlich halten. Stattdessen kam dann Jörn Großkopf und das war dann eine schwierige Zeit. Es war gar kein Zug mehr drin. Wir haben das als Spieler auch angemerkt, wurden aber nicht richtig ernst genommen. Wir hätten viel mehr im Grundlagenbereich machen müssen in der Vorbereitung. Aber mehr als sagen konnten wir es ja auch nicht. Auf dem Platz hat man es ja dann aber schnell gesehen und dann war er ja auch schnell wieder weg. Als Typ war er nicht verkehrt, das ist nicht die Frage. Aber ich frag mich immer wie so jemand den Fußballlehrer beim DFB haben kann? Da sind die Auflagen ja eigentlich so hoch, dass du da überhaupt an einem Trainerlehrgang teilnehmen kannst. Hab ich nicht verstanden.

Blog36: Erstaunlich, dass er mit KFC Uerdingen und SV Eichede tatsächlich noch zwei weitere Stationen bei Regionalligisten einlegen konnte, wo er aber ähnlich schnell wieder weg war. Aber lass uns vielleicht nochmal über die in dieser Zeit vollzogene Umstellung auf das „Halbprofitum“ beim KSV kommen. Das hattest du ja eben schon beschrieben und du selbst stehst mit deiner Tätigkeit beim Betriebsrat von VW wie kein Zweiter für diesen Weg. Du hast ja auch deine Ausbildung bei VW gemacht…

Tobi: Ja, als Gießereimechaniker…

Blog36: Aber den Beruf übst du ja derzeit nicht aus.

Tobi: Das stimmt. Als ich 2010 wiedergekommen bin, war es schwierig, Teilzeit in der Produktion zu arbeiten. Der Kontakt kam dann über Carsten Bätzold zu Stande und er hat mir gesagt, dass ich erstmal zu ihm in die Abteilung kommen solle. Und da bin ich jetzt auch geblieben.

Blog36: Und was machst du da?

Tobi: Ich mach viel in Richtung Öffentlichkeitsarbeit. Ich schreib „Kurz und Bündig“-Berichte fürs Intranet. Dann unterstütze ich die anderen Fachreferenten. Ich erstelle Power-Point-Folien, mittlerweile bin ich in einigen Projekten dort unterwegs und das ist auf jeden Fall sehr spannend und macht richtig, richtig Bock. Und ich denke Carsten Bätzold ist auch zufrieden mit mir und deswegen bin ich – denke ich – auch immer noch da.

Blog36: Du bist ja kein gewählter Betriebsrat im Werk, aber dennoch nah dran an den Entscheidungen und begleitest gewissermaßen auch eine politische Stelle. Hat dir das vorher auch schon gelegen oder war das neu?

Tobi: Ja, das hat mir schon gelegen, war aber auch neu. Sowas kam auch erstmal nicht in Frage, weil ich eigentlich eher so nen technischer Typ bin. Aber das kam dann auch mit der Zeit, ich hab mich schnell eingearbeitet und mir macht das richtig Spaß.

Blog36: Gibt’s eigentlich Parallelen zwischen der Arbeit im Betriebsrat und der Beteiligung innerhalb der Mannschaft? Du bist ja Kapitän, es gibt einen Spielerrat. Wie unterschiedlich sind die Forderungen im Betrieb und im Verein?

Tobi: Klar gibt’s da Parallelen. Im Betrieb ist es der Betriebsrat, im Verein der Spielerrat – beides sind die Interessensvertretungen. Wenn zwischen Spielern und Verein irgendwas nicht passt, gibt es genau für solche Fälle ja nen Spielerrat. Und da tausche ich mich auch häufig mit Carsten Bätzold aus. Wir reden ja ohnehin oftmals über den Verein und den Fußball im Allgemeinen und klar gibt er mir dann auch immer mal wieder einen Tipp. Aber ich war zum Beispiel in Wuppertal damals auch schon im Spielerrat gewesen und daher weiß ich schon so ein bisschen wie es läuft. Für mich ist immer das Wichtigste, dass man offen und ehrlich miteinander redet und dann kommt man eigentlich auch immer auf einen Nenner.

Blog36: Dein Vollzeitjob bei VW, dazu der Fußball, dann noch die Familie und dieser riesige Garten hier – das ist ja schon eine enorme Belastung. Wie sieht denn so ein typischer Tag in deinem Leben aus?

Tobi: Also, ich gehe morgens um Viertel nach Sieben aus dem Haus und bin dann eine halbe Stunde später im Büro. Um halb 2 starte ich dann von Volkswagen aus Richtung Trainingsgelände. Trainingsbeginn ist 14.30 Uhr aber wir treffen uns immer eine halbe Stunde früher. Dann bin ich so ca. 2 Stunde auf dem Platz und dann düse ich nach Hause. Tja und jetzt kommt ja der Sommer und da wartet dann der Garten auf mich – und natürlich die family.

B36: Das klingt nach drei Vollzeitjobs…

Tobi: Ja. Ich mach das jetzt ja seit fast 7 Jahren und irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo es einem echt schwerfällt. Und wo man, so wie ich es eben schon gesagt hab, so ein Spiel wie das gestern auch 2-3 Tage länger merkt, also in den Knochen und muskulär. Das ist mir in den letzten 2-3 Jahren schon aufgefallen.

Blog36: Wem sagst du das, wir werden alle nicht jünger (lacht). Aber mal im Ernst: Es gibt ja auch Spieler die nicht wissen, was sie mit ihrer ganzen Freizeit anstellen sollen. Da gabs ja auch in den vergangenen Jahren immer mal wieder so Kandidaten bei uns…

Tobi: Ja, aber trotzdem: du brauchst auch in der Regionalliga 4 bis 5 Vollzeitprofis in der Mannschaft. Und klar, wenn kein Training ist, haben die Freizeit. Ich kenne das auch aus Mainz und Wuppertal, da ging mir das ähnlich. Die körperliche Beanspruchung ist dann natürlich ganz anders als wenn du vor mittags noch arbeiten musst. Wir haben ja in dieser Mannschaft jetzt auch einige Vollzeitprofis, die dann trotzdem noch nebenher studieren gehen. Wegen der Qualität brauchst du auch diese Spieler.

Blog36: Aber das ist ja bestimmt auch nur eine gewisse Zeit schön, oder?

Tobi: Also ich wusste immer, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte. Ich hab in dieser Zeit viel gelesen und mich weitergebildet. Dieser ganze kaufmännische Bereich – das hat ja damals schon angefangen bei mir. Man überlegt auch immer ob man studieren soll, falls es dann doch nicht klappt mit der großen Karriere. Da macht man sich ja schon Gedanken drüber. Ich bin aber ehrlich gesagt froh, dass es so ist wie es ist. Klar ist die körperliche Belastung hoch. Aber wichtig ist, dass es Spaß macht. Die Arbeit bei VW ist toll und der Fußball sowieso.

Blog36: Das ist ja eigentlich jetzt voll die Steilvorlage: Dein Vertrag läuft Ende der Saison aus. Weißt du schon wie es weitergeht?

Tobi: Ich bin in regelmäßigen Gesprächen mit Tobi Cramer und wir werden in den nächsten Wochen eine Entscheidung bekannt geben. Aber die steht gerade noch nicht fest. Ich bin mir einfach noch nicht im Klaren darüber, wie es weitergehen soll und mache mir da gerade viele Gedanken.

Blog36: Wenn man genau hinhört, sagst du ja schon, dass die Regeneration schwerer fällt und der Körper ja nicht mehr ganz so gut mitmacht (lacht). Und trotzdem wären doch in deinem Alter noch 1 bis 2 Jahre locker drin, oder?

Tobi: Das Interesse vom Verein ist auf jeden Fall da.

Blog36: Das ist ja insgesamt eine schöne Entwicklung in diesem Jahr, dass frühzeitig mit Spielern gesprochen wird.

Tobi: Das ist alles der Verdienst von Tobi Cramer. Der weiß, dass die Gespräche in der Winterpause geführt werden müssen mit den Spielern die man halten will und deren Verträge auslaufen. Dass Niklas Hartmann und Lucas Albrecht jetzt verlängert haben, fand ich gut – und dennoch: so frühzeitig fanden die Gespräche jetzt gar nicht statt.

Blog36: Aber uns kam es eher früh vor.

Tobi: Ja, für KSV-Verhältnisse ist es früh. Aber das ist ja auch dem Tobi Cramer wichtig gewesen, frühzeitig mit den Spielern zu sprechen. Auch mit denen, wo es vielleicht keinen Sinn mehr macht, damit die Zeit haben, sich auch frühzeitig um einen anderen Verein zu kümmern. Das gehört zur Offenheit und Ehrlichkeit einfach dazu. Eigentlich ist das ja der normale Ablauf, nur im Verein sind alle ehrenamtlich unterwegs und keiner hat so richtig Zeit. Also machts Tobi. Das ist jetzt seine Aufgabe, denn einen reinen Sportmanager hat der Verein nicht. Und er möchte, dass das alles frühzeitig passiert.

Blog36: Aber es wird ja nicht leichter. Wenn VW aussteigt, muss ja jeder Spieler, der jetzt seinen Vertrag unterschreibt, die Befürchtung haben, dass es in der kommenden Saison nicht weitergeht.

Tobi: Also mein Stand ist, dass es auf jeden Fall weitergeht. Cralle hat vom Verein den Hut aufgesetzt bekommen, mit den Spielern zu sprechen und mit denen die Verträge zu machen. Das war selbst ihm lange nicht klar, wer jetzt überhaupt die Gespräche mit den Spielern führt (alle lachen). Soweit wie ich weiß, hat er jetzt einen Etat bekommen für die neue Saison und weiß jetzt, was er maximal ausgeben kann. Damit geht er jetzt in die Gespräche. Naja, und Niklas und Lucas sind natürlich ganz wichtig und aus meiner Sicht sind die nächsten die wichtig sind Freddy Brill, Henne, Basti Schmeer und Marco Dawid.

Blog36: Und Tobi Damm! (alle lachen)

Tobi: Hm, naja, mal sehen. Dieses Grundgerüst muss jedenfalls einfach bestehen bleiben um gut aufgestellt zu sein für die kommende Saison. Die jungen Spieler bei uns, die irgendwann auch mal höher spielen wollen, die können sich mit dem eingeschlagenen Weg einfach zu 100 Prozent identifizieren. Das vergrößert natürlich dann auch die Chance, dass man so einen Spieler dann auch halten kann. Dazu kommt, dass auch die Spieler selbst sagen, dass sie unbedingt bleiben wollen. Das hat es in den vergangenen Jahren auch nicht allzu oft gegeben. Von daher ist der eingeschlagene Weg genau der Richtige. Natürlich geht’s auch gar nicht anders wegen den finanziellen Mitteln. Aber der Weg ist auch trotzdem richtig mit Spielern zu arbeiten, die sich mit der Art und Weise, die der Trainer jetzt vorgegeben hat, identifizieren können. Das wird auch für die kommenden Jahre extrem wichtig sein.

Blog36: Lass uns nochmal kurz auf VW zurückkommen. Du selbst bist da ja in einer ziemlich doofen Rolle. VW als Sponsor zieht sich zurück und gleichzeitig bist du nah am Betriebsrat und somit auch an den Entscheidungen im Betrieb. Wird es denn, wenn VW jetzt aussteigt, auch personelle Konsequenzen haben? Du bist ja schließlich nicht der Einzige, der bei VW arbeitet…

Tobi: Das ist vor kurzem schon geklärt worden. Das betrifft mich ja auch direkt, aber auch Basti und Marco. Beim Hardy ist das nochmal ein bisschen was anderes, der macht ja seine Ausbildung bei der OTLG. Aber bei uns dreien ist geklärt, dass wir trotz des Ausstiegs von VW weiterhin unsere Freistellungen bekommen. Das wurde frühzeitig geklärt – auch mit Carsten Bätzold und Michael Lacher. Die Spieler werden für die Stunde, die sie früher gehen, auch weiterhin freigestellt und auch für die Auswärtsspiele, die unter der Woche stattfinden.

Blog36: Ist das eine Freistellung mit Geld- und Sachbezügen?

Tobi: Ja, klar.

Blog36: Das ist ja auch eine Form des Sponsorings.

Tobi: Genau. VW hat ja nicht nur Geld reingesteckt in den Verein, sondern auch die Spieler. Ich mein, das kostet Volkswagen ja auch Geld.

Blog36: So gesehen verlässt VW den KSV als Sponsor gar nicht komplett. Aber die direkte Förderung ist durch oder bleibt VW als direkter Unterstützer auch noch an Bord?

Tobi: Mein Stand jetzt ist, dass Volkswagen darüber hinaus kein Sponsor bleibt.

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2. Spieltag 2016/17: Tobi netzt und macht die entscheidende Bude: Nimm das, HNA!; Foto: Hedler

Blog36: Dann bleiben wir doch im Hier und Jetzt. Was uns aufgefallen ist, ist wie unglaublich negativ die Berichterstattung in der HNA über dich in der vergangenen Saison gewesen ist, als du kein Tor geschossen hast. Das stand dann in der Sommerpause in jedem Bericht neben deinem Namen. Selbst als du dann beim ersten Heimsieg in dieser Saison gegen die SC Teutonia 1929 Watzenborn-Steinberg e.V. kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielt hast, konnte man am nächsten Tag lesen, dass diese Saison schon besser sei als die alte, weil du ja nun immerhin schon getroffen hast. Hat dich sowas in der vergangenen Saison getroffen?

Tobi: Das war schon ne schwierige Zeit, keine Frage. Klar hab ich mir schon Gedanken darüber gemacht, aber so richtig groß belastet hat es mich nicht. Ich bin erfahren genug um mit solchen Situationen umzugehen und von Zeitungsberichten dieser Art lasse ich mich gar nicht beeindrucken.

Blog36: Wo wir gerade bei der HNA sind: Den offenen Brief, den du ihnen geschrieben hast nach dem Spiel gegen Mannheim, war stark. Der Brief war eine Antwort auf die vor Kameras geäußerte Kritik von Mannheims Kapitän Michael Fink an der Spielweise des KSV im Spiel gegen den Waldhof. War das deine Idee?

Tobi: Ja, das war spontan. Ich hatte das erst gar nicht mitbekommen. Wir hatten Freitag gespielt und als ich dann Montagmorgen in meinem Büro saß, kamen laufend Leute vorbei. Das waren Leute, die kenne ich weder aus dem Werk, noch aus dem Stadion. Naja, und dann haben die mir von diesem Artikel erzählt, der an dem morgen ja auch erst in der HNA stand. Das waren bestimmt 20 Leute, die allein nur an dem Vormittag kamen…

Blog36: (pöbelt) Haben die bei VW nix zu arbeiten, oder was?

Tobi: (unbeirrt) …und dann dachte ich mir: Komm, schauste doch mal online rein. Die HNA hatte dann dieses Video-Interview von ihm verlinkt und das war für mich dann schon ein bisschen erschreckend. Ich hab mich dann spontan entschieden, mich dazu zu äußern. Das hat mir auf der Seele gebrannt. Dann hab ich nen Dreizeiler geschrieben. Dann hab ich Kontakt zur HNA aufgenommen und das ihnen per e-mail geschickt. Die haben es dann Eins zu Eins wiedergegeben. Ich wollte halt nicht, dass die, die das sehen und lesen sagen: „Ok, die spielen vielleicht erfolgreich, aber einen scheiß Fußball!“ Wenn der Fink das nach dem Spiel bei den Stuttgarter Kickers gesagt hätte, wo selbst die Mannschaft, die wirklich sowas von selbstkritisch ist, sagt, dass es ein schlechtes Spiel gewesen ist, dann hätte ich das ja noch verstanden. Aber nach dem Mannheim-Spiel konnte ich das absolut nicht nachvollziehen. Die Mannheimer haben dann auch nochmal eine e-mail geschrieben an die Geschäftsstelle, worin sie mir indirekt Recht gegeben haben. Sie haben mich aber auch dafür kritisiert, dass ich Michael Fink angegriffen hab.

Blog36: Aber das war ja konkret.

Tobi: Ja. Ich hab einen Spieler angesprochen und er die ganze Mannschaft. Das sollte man auch noch mal differenziert betrachten.

Blog36: Das war eine sehr gute Aktion und da gibt’s auch nichts aus der Welt zu schaffen. Das ist Fußball und nicht die Vereinten Nationen. Zudem hat da der Kapitän gezeigt, dass er sich vor die Mannschaft stellt und auf den Putz hauen kann. War nicht immer so in den letzten Jahren. Ein Kapitän muss ja auch wahrnehmbar sein. So, kommen wir mal so langsam zum Ende: Der KSV ist ja mit Abstand deine längste Station in deinem bewegten Fußballerleben. Was bedeutet dir der Verein nach all den Jahren? Ist das deine Heimat geworden?

Tobi: Was heißt „Heimat geworden“? Es ist doch meine Heimat. Ich habs ja nicht weit bis nach Kassel. Nein, aber der Verein ist mir schon sehr wichtig geworden und durch das Sponsoring sind es ja dann doch 7 Jahre geworden. Ich hab immer gesagt, dass ich, solang ich auf dem Niveau spielen kann, kam es für mich nie in Frage, den Verein nochmal zu wechseln. Der Verein ist mir sehr wichtig und deswegen bin ich auch immer noch da.

Blog36: Es gab in den letzten Jahren auch immer mal Gerüchte, dass du zurück zum 1. FC Schwalmstadt gehen wolltest. Blog36 mag solche Gerüchte nicht. Auch wenn du noch am Überlegen bist, aber mal so prinzipiell: Kannst du dir im Verein auch eine andere Position vorstellen?

Tobi: (lacht) Na klar. Aber man muss dann halt auch immer sehen, wie man das vereinbaren kann mit dem Job. Spieler wie Totti Bauer und Enno Gaede musst du im Verein integrieren. Deswegen könnte ich mir auch vorstellen, den Verein auf einer anderen Position zu unterstützen – auch um nicht von einem Tag auf den anderen mit dem Fußball abzuschließen. Da würde ich schon gern dabei bleiben.

Blog36: Ja, schön wärs. Da würden wir uns freuen. Wir würden uns aber auch noch über ein paar Tore von dir freuen. So, ganz zum Schluss jetzt noch eine Aufgabe an dich. Hier auf diesem Zettel ist ein aufgemaltes Spielfeld und jetzt gehst du mal bitte in dich und schreibst deine KSV-All-Star-Truppe auf, die nur aus Spielern bestehen darf, mit denen du auch selbst beim KSV zusammengespielt hast – also in den letzten sieben Spielzeiten. Du bist natürlich gesetzt.

Tobi: Ohje, das fällt schwer. Nicht, dass ich da jetzt einigen aus dem Kader auf die Füße trete…(lacht)

B36: Dann schreib doch einfach die Aufstellung von gestern auf (alle lachen).

Tobi schreibt auf den Zettel sein All Star-Team der vergangenen sieben Jahre:

Aufstellung Damm
4-4-2 mit Raute – und Tobi auf der 10!; Foto: Blog36

 

Tobi: 4-4-2 mit Raute. Das ist meine Lieblingsaufstellung. Und ich auf der 10. So haben wir ja unter Mink gespielt, bevor er sich noch drei andere Systeme ausgedacht hat. Aber mit dem hier haben wir angefangen und da stand ich auf der 10.

Blog36: Prima, herzlichen Dank für diese Schlussübung, für die Zeit die du dir heute an diesem schönen Sonntagnachmittag genommen hast und wir wünschen dir für den Rest der Saison weiterhin alles Gute und hoffen, dass du noch lange im Löwenrudel bleiben wirst.

Tobi: Gern geschehen. Hat Spaß gemacht.

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