Eine Serie ist gerissen – eine neue kann starten!

3 Spiele – 9 Punkte: Ansage vom Kapitän!; Foto: Hedler

Mit der Klatsche gegen die SG Barackenstadt Fulda endete am Freitag eine beeindruckende Serie des KSV Hessen Kassel. In den 15 Spielen davor holten die Jungs von Cralle bei einem Torverhältnis von 41:9 grandiose 39 von 45 möglichen Punkte. Gleichzeitig
schwächelte der Tabellenzwote aus Alzenau mehrfach, so dass der eigentlich schon abgefahrene Zug namens Wiederaufstieg doch nochmal eingeholt wurde. Der Abzug von 5 Punkten wurde nahezu problemlos kompensiert, der KSV war auf einmal wieder dick im Geschäft.


Nun ist die Serie gerissen. Und Hessen Kassel wäre nicht Hessen Kassel wenn nicht punktgenau zum Abpfiff in Fulda das Gemähre einsetzt. Die Mannschaft spielt gegen den Trainer, der Trainer trainiert gegen die Mannschaft, Spieler XY hat noch keinen Vertrag
und hängt sich nicht ordentlich rein, Spieler YZ wäre in der Regionalliga nur Ersatz und hängt sich deswegen auch nicht rein. Undsoweiterundsofort. In wenigen Augenblicken wird in der Betrachtung Einzelner (!) aus einer eingespielten Einheit, die in den letzten Monaten die Hessenliga
spielerisch und kämpferisch dominierte eine Ansammlung von Arbeitsverweigerern. Das ist so irre, das kann man sich eigentlich gar nicht ausdenken.

 

Es bringt nichts, jetzt die Nerven zu verlieren. Ist die eine Serie gerissen, kann eine neue gestartet werden: Samstag spielen wir in unserer Festung Auestadion gegen den SC Waldgirmes. Ingmar Merle kehrt ins Rudel zurück und wird der Abwehr wieder die
nötige Stabilität verleihen. Waldgirmes ist nicht für seine Auswärtsstärke bekannt und schmierte am letzten Wochenende bei TürkGücü ab (vielleicht zuviel der geilen Köfte vorm Spiel). Mit Friedberg und Flieden stehen dann an den letzten beiden Spieltagen zwei Mannschaften gegenüber, die sich noch im Abstiegskampf befinden, die wir aber in den Hinspielen klar beherrscht haben. Nötig sind 9 Punkte aus den letzten 3 Spielen.

 

Die Teilnahme an der Relegation ist immer noch möglich. Zwar konnte Alzenau dank Sparringspartner Baunatal wieder zu alter Stärke zurückfinden, aber deren Restprogramm hat es in sich: auswärts bei den heimstarken Hünfeldern, dann zu Hause gegen unsere Nachbarn aus
Lohfelden, die sich sicher nicht so erbärmlich ergeben werden wie der falsche KSV. Am letzten Spieltag muss Alzenau nach Gießen. Und dass Freddy Löhe im Kasten
der Gießener lieber den KSV mit in die Regionalliga nehmen würde, ist ein offenes Geheimnis. 

 

Wir erwarten von unserer Équipe in den verbleibenden 3 Spielen bedingungslosen Einsatz, Kampf und Leidenschaft – also all die Tugenden, die die Jungs bisher auch an den Tag gelegt haben und die uns im vergangenen Jahr sportlich den Klassenerhalt und aktuell
Platz 2 beschert haben. Ob es dann zur Relegation reicht, muss man sehen. Denn zur Wahrheit gehört eben auch, dass es mit unserem sportlichen Punkteschnitt von 2,17 in unseren Vergleichsoberligen locker zur Tabellenführung reichen würde. Rot-Weiß Koblenz kommt als souveräner Spitzenreiter in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland auf einen Punkteschnitt von 2,06, dem Bahlinger SC in Baden-Württemberg reicht für den Platz an der Sonne derzeit sogar „nur“ ein Schnitt von 2,0. Ohne die Dominanz des Projekts FC Gießen (Schnitt von 2,48) würden wir sogar über den direkten Aufstieg sprechen. Soll und kann man die Existenz des mittelhessischen Fußballprojekts jetzt unseren Spielern zum Vorwurf machen?

 

Die Devise ist klar: um oben nochmal anzugreifen, brauchen wir die maximale Punkteausbeute. Dafür brauchen Cralle und seine Jungs aber auch die volle Unterstützung aus der Nordkurve und der Haupttribüne. Auskotzen darf man sich dann gern nach dem letzten Spieltag. Jetzt geht es aber darum, eine erneute Serie zu starten! Packen wir es gemeinsam an!

 

2 Gedanken zu „Eine Serie ist gerissen – eine neue kann starten!“

  1. Seltsamer Beitrag, aber ja nicht der erste dieser Art. Man darf ruhig Kritik üben, nein man muss es sogar. Nur so kommt ein Verein voran. Es ist überhaupt nicht hilfreich, wenn der KSV in der Oberliga Saarland mit dem tollen Punkteschnitt ja locker aufgestiegen wäre. Was ist denn das bitte für eine Argumentation?
    Es ist mehr als notwenig, dass der Verein in diesem Jahr aufsteigt. Aber das hat – Stand jetzt – die Vereinsführung und die sportliche Leitung erfolgreich verhindert. In der nächsten Saison kommen mit Stadtallendorf und evtl Dreieich zwei starke Teams von oben runter. Dazu wird mit Sicherheit Fulda bärenstark. Und Alzenau wird ja wahrscheinlich auch in der Liga bleiben. Von daher waren die Voraussetzungen in diesem Jahr mehr als günstig. Und wer das Spiel gegen Fulda verfolgt hat, kann den KSV-Spielern durchaus Arbeitsverweigerung vorwerfen…

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  2. Durchhalteparolen.
    Wer es bereits länger mit dem KSV hält, ahnt bereits wie das ausgeht.
    Menschen, die mit vollem Herzen für diesen Klub fühlen, werden mit Mährertotschlagargument gerne ihres Selbstschutzes beraubt. Warum? Hat man in den letzten Jahren nicht bereits genug gelitten? KSV-Fan zu sein ist blanker Masochismus.

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