Eigentlich müsste Leipzig jetzt gegen uns spielen

Am Freitag 10.02. fand die von Blog36 organisierte Lesung „Eigentlich müsste Leipzig jetzt gegen uns spielen“ in der Caricatura Bar statt.
Hier finden sich in chronologischer Reihenfolge die Vorab-Portraits der Teilnehmer. Viel Spaß bei der Lektüre:

 

Noch 4 Tage bis zur Jahrtausendveranstaltung (6.2.17, Fettstempel)

Sergej Evljuskin, Notorious CIG oder auch Siggi (Mehrzahl: Siggis oder Siega; ältere Schreibweise: Siegfried zu griech. Καυλιάρης παραδώσει „kavliáris paradósei“ für „geil abliefern“) ist ein Kirgisisch-Nordhessischerer Fußballheld. Besondere Bekanntheit fand er durch die Erfindung von vegetarischem Fußballrasen und  des Spruchs „Jetzt geht’s rund!“ (von kirgisisch: jetkirüü). Geboren 1988 in Alekseevka fand er über eher unbekannte Vereine wie den VfL Wolfsburg und die Deutsche Jugend-Nationalmannschaft den Weg nach Kassel. Während wir in unserer Jugend Panini-Bildchen sammelten, sammelte Sergej Fritz-Walter Medaillen in Gold.

Spaß beiseite! Sergej Eveljuskin ist als Fußballer weit über die Grenzen Nordhessens bekannt. Er spielte durchgängig für die U16 bis U20 Nationalmannschaft und bekam dank seines enormen Talentes gleich zweimal hintereinander die Fritz-Walter Medaille in Gold verliehen (2005 und 2006). Trotz seiner enorm steilen Karriere kickt der sympathische Südstädter nun in unserer geliebten Kasseler Regionalligamannschaft als Nummer 15 und ist mittlerweile fester Bestandteil der Fußballfamilie rund ums Auestadion. Über sein Leben im Fußball hat er vor kurzem, zusammen mit Christoph Dörr, ein Buch geschrieben und ist daher natürlich unser Mann, wenn es darum geht die Zustände im Regional- und Profifußball genauer zu beleuchten. Weitere Infos zu „Sergej Evil-as-can-be-juskin“ und die Buchclub36-Kritik zu „Eigentlich wäre ich jetzt Weltmeister“ findet Ihr HIER.

Fans der 90er Jahre informieren sich bitte auf der Besten Website der Welt.

 
Noch 3 Tage bis zur Jahrtausendveranstaltung (7.2.17, ksvblock36)

dorr

Christof Dörr ist Co-Autor des Buches „Eigentlich wäre ich jetzt Weltmeister!“. Knapp zwei Jahre lang hat er Sergej Evljuskin gestalkt und ihm Löcher in den Bauch gefragt. Ganz schön penetrant. Hat sich aber gelohnt. Christof ist 45 Jahre alt und wohnt mit seiner Frau und den beiden 7-jährigen Zwillingstöchtern Matilda und Carlotta in Harleshausen. Er arbeitet als Redakteur beim Hessischen Rundfunk. In seinem Profil auf der website des HR vervollständigt er den Satz „Ich möchte unbedingt einmal…“ mit „den KSV Hessen Kassel in der ersten Bundesliga sehen!“ Der Christof. Naiv kann er also auch. Vor allem kann Christof aber schreiben. Sein Buch über unseren Siggi war nicht sein Erstes. So schrieb der Kasseläner in der Zeit, als er in München „Chef vom Dienst“ des sogenannten Pro7-Lifestyle Magazins „taff“ war, seine Erfahrungen mit Mitreisenden im Münchener öffentlichen Personennahverkehr nieder. 2013 erschien dann das Buch „Nö, du störst nicht. Ich bin grad in der Bahn.“ 

1972 erblickte der kleine Christof das Licht der Welt, acht Jahre später schleppte ihn sein Papa zum ersten Mal zum KSV. Fragt man ihm nach seinem schönsten Erlebnis mit dem KSV, sagt er: „Och, da gab es so einige. Vor allem die Siege gegen Offenbach, Frankfurt und Darmstadt!“. Keine schlechte Ansage für einen Mitarbeiter des (süd)hessischen Rundfunks. Er erinnert sich aber auch noch an die schrecklichsten Momente: „Ich weiß noch sehr genau, wie ich den letzten Spieltag der Saison 84/85 am Radio erlebt habe. Inklusive tiefer Depressionen nach dem Schlusspfiff. Schrecklich war das.“ Seine Lieblingsspieler zur damaligen Zeit waren Dirk Bakalorz und Thomas Freudenstein. Die Spiele schaut sich Christof heute meist auf der Gegengeraden an. Auch selbst schnürte er die Fußballstiefel – zuerst beim VfL Kassel, später dann beim lokalen Nachbarn, der TSG Wilhelmshöhe.

Mit „Eigentlich wäre ich jetzt Weltmeister!“ schreibt Christof nun im wahrsten Sinne des Wortes Sportgeschichte. Wir freuen uns darauf, Christof am Freitag, den 10.02. um 19 Uhr in der Caricatura-Bar in Kassel zur Lesung und Diskussion „Eigentlich müsste Leipzig jetzt gegen uns spielen!“ zusammen mit Siggi, Chefcoach Tobias „Cralle“ Cramer und seinem HR-Kollegen Florian Naß zu begrüßen.

 
Nur noch 2 Tage bis zur Jahrtausendveranstaltung (8.2.17, mkssns)

Cheftrainer, Fußball-/Sport-Lehrer, Philosoph – muss man über Tobias Cramer überhaupt viel erzählen? Der hochsympathische 42-Jährige sitzt seit Juni 2016 als Cheftrainer an der Seitenlinie des KSV. Vorher war er 2 Jahre unter Matthias Mink als Co-Trainer aktiv. Er stellt somit mittlerweile eine gewisse Konstante beim KSV dar. Cramer lebt mit seiner Familie in Willingen.

CRALLE

Cralle hat in seiner bisherigen Spieler- und Trainerkarriere niemals die große Profiluft geschnuppert. Als Spieler hat er beim TSV/FC Korbach Verbandsliga gespielt und mit dem SC Willingen als persönlichen Liga-Höchstwert 1995 den Aufstieg in die Oberliga geschafft, in der Anfangszeit als Trainer hat er in den Jugendabteilungen des 1. FC Köln und SC Paderborn  Erfahrungen sammeln können. So gesehen steht er für eine gewisse Bodenständigkeit und Regionalität. Er besitzt die A-Lizenz und ist diplomierter Sportwissenschaftler.

Vor dem Engagement beim KSV Hessen war Cralle am Kasseler Goethegymnasium als Sportlehrer aktiv. Seit seinem Arbeitsantritt sagt man ihm einen hervorragenden Draht zu den Spielern und Fans nach. Blog36 kann diese Einschätzung uneingeschränkt bestätigen.

Von Tobias Cramer erhoffen wir uns Aufschlüsse darüber, wie man den „verhinderten Weltmeister“ und „gescheiterten Weltstar“ Siggi Evljuskin als Trainer richtig behandelt, um Höchstleistungen hervorzurufen.

 
Das Ende der Winterpause naht… irgendwann! (9.2.17, cuisinier36)

Eigentlich hätte Sonntag schon wieder der Ball rollen sollen. Aber irgendwie will die Teutonia aus Watzenborn nicht gegen uns spielen. Wer es nicht mehr aushält ohne die Löwen ist herzlich eingeladen am morgigen Freitag um 19 Uhr in die Caricatura-Bar zu kommen. Dann lädt Blog36 alle Interessierten zur Lesung und Diskussion „Eigentlich müsste Leipzig jetzt gegen uns spielen“ ein. Mit dabei sein wird Florian Naß: einer der großen Sportkommentatoren in Deutschland, der den KSV schon in historischen Momenten begleitet hat.

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Florian Naß ist ein Sportjunkie. Schon als Kind stritt er sich mit seinen drei Brüdern um den Sportteil der Zeitung und spielte selber aktiv Handball in diversen Auswahlmannschaften. In den 1990er Jahren machte er seine Leidenschaft zum Beruf. Es verschlug ihn in die Sportredaktion des Hessischen Rundfunks. Im Jahr 2004 feierte Naß sein ARD Sportschau-Debut. Heute blickt er auf eine beeindruckende Vita als Sportkommentator zurück: Naß hat über viele Jahre die Tour de France begleitet, er kommentierte federführend die Frauenfußball WM, war bei verschiedenen Winter- und Sommerolympiaden und unter anderem bei der Fußball WM in Brasilien. In diesem Jahr wurde er bereits zum zweiten Mal für den deutschen Fernsehpreis in der Rubrik Sport nominiert. Er gewann leider nicht. So wurde seine – emotionale und dennoch faire, für Fachleute wie Laien ausgewogene – Kommentierung des Handball EM Finals 2016 nicht vergoldet… Schade!

Dass einer der ganz großen hessischen Sportjournalisten nicht am KSV vorbei kommt, sollte uns nicht wundern. So fanden die angenehmsten und vielleicht größten TV-Momente der jüngeren Löwengeschichte stets unter seiner Mitwirkung statt. Er kommentierte für den HR im Tandem das Wunder von Frankfurt im Mai 2006 und Naß verfilmte mit viel Akribie, Humor und vor allem Wohlwollen gegenüber unserem KSV das erste Tor des Monats in unserer Vereinsgeschichte. Wir freuen uns deshalb sehr, dass uns Naß am kommenden Freitag Einblicke in die diversen Welten des Profigeschäfts geben wird. Florian Naß, der selber Meister der unangenehmen Fragenist, wird dann unter anderem Rede und Antwort stehen müssen, wie es eigentlich damals dazu kam, dass er den südhessischen Part bei der Kommentierung des Aufstiegsspiels übernahm…

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