„Dafür werde ich dem KSV auch immer dankbar sein.“

img_4870-1Heute gehen unsere 3,6 Fragen mal wieder an einen ehemaligen Löwen. Tim Knipping hat unser Rudel bereits nach der Saison 2011/12 im zarten Alter von 19 Jahren verlassen und seitdem eine beachtliche Entwicklung hingelegt. Mittlerweile ist er beim SV Sandhausen in der 2. Liga Stammspieler und als waschechter Kasseläner natürlich immer in unserem Blickfeld.

In unserem Kurz-Interview sprachen wir unter anderem über seinen Weg nach dem KSV und seinen Blick von außen auf die aktuelle Situation.

Blog36: Moin Tim, Danke dass du dir die Zeit nimmst für uns!

Du bist im Juli 2012 vom KSV zum FC Saarbrücken in die 3. Liga gewechselt. Aus einer eher enttäuschenden Löwen-Mannschaft stachst du damals sehr positiv heraus. Wie hast du deinen Wechsel erlebt?

Tim: Die damalige Saison beim KSV war sehr aufregend und lehrreich. Auch wenn es nicht unsere beste Saison war, konnte ich aus dieser Saison sehr viel lernen und für meinen weiteren Karriereverlauf war es glaube auch nicht schlecht, schon in frühen Alter solche Situationen wie zum Beispiel einen Trainerwechsel mitzumachen. Saarbrücken hat sich sehr früh sehr stark um mich bemüht, sodass für mich schnell klar war, das ich den nächsten Schritt eine Liga höher machen wollte.

Blog36: Nach dem Abstieg von Saarbrücken bist du zu Gladbach II (Regionalliga West) gewechselt: Gib’s zu, du wolltest nur nicht gegen deinen alten KSV antreten, oder? Inzwischen bist du im echten Profifußball bei Sandhausen in Liga 2 angekommen! Denkst du manchmal, dass du das alles nur träumst? Und vor allem: Wie lange hat es bei dir gedauert, bis die Autokorrektur deines Smartphones aus „Sandhausen“ nicht mehr „Sandhaufen“ gemacht hat? (lacht)

Tim: Ich hatte damals auch Angebote aus der 3 Liga, habe aber bewusst den Schritt in Richtung Gladbach gemacht. Ich wusste das Gladbach eines der besten Leistungszentren in Deutschland ist und ich dort noch viel lernen kann. Damals bei meiner Ankunft in Gladbach habe ich gesagt, dass zumindest auf dem Papier ein Schritt zurück manchmal dann auch 2 Schritte vor sin, und wie man sieht habe ich damit recht behalten

Zum KSV kann ich nur sagen, dass ich natürlich keine Angst hätte gegen sie zu spielen, sondern es ein ganz besonderes Spiel für mich wäre. Natürlich bin ich glücklich, dass meine Karriere bisher einen sehr positiven Verlauf nimmt, aber man darf nie zufrieden sein mit dem was man leistet oder geleistet hat. Denn Zufriedenheit bedeutet Stillstand und Stillstand bedeutet Rückschritt. Ich habe mir meine Ziele immer Stück für Stück höher gesetzt und so ist es natürlich jetzt auch der Fall. Ich arbeite jeden Tag weiter hart an mir, sodass ich mich in der 2 Liga durchsetze. Mein großer Traum war es von klein auf und ist es natürlich immer noch in der 1. Bundesliga aufzulaufen. Diesen Traum werde ich natürlich nicht aus den Augen verlieren und weiterhin Gas geben, und dann wird man sehen ob mir das noch gelingen wird.

Ja die Autokorrektur habe ich natürlich auch kennengelernt😄 mittlerweile ist Sandhausen aber fest eingespeichert in meiner Tastatur😉

Blog36: Hast du außerhalb von Familie & Freunden noch Kontakt nach Kassel? Besteht noch Kontakt zum KSV? Inwiefern hast du die letzten Jahre verfolgt & wie bewertest du die Neuausrichtung mit Sparkurs & regionalen Talenten?

Tim: Der Kontakt nach Kassel besteht natürlich noch und wird auch niemals abreißen, da es meine Geburtsstadt ist. Den KSV verfolge ich natürlich weiterhin und mir gefällt die Neuausrichtung auf regionale Talente zu setzen sehr gut. In Nordhessen gibt es sehr viele gute Kicker denen man eine reelle Chance geben sollte. Ich selbst könnte meinen Weg nur gehen, da man mir damals als junger Kerl die Chance und das Vertrauen gegeben hat. Dafür werde ich dem KSV und den Verantwortlichen damals auch immer dankbar sein.

Blog36: Die Frage 3,6 beschäftigt sich traditionell mit dem Verhältnis zu den Fans. Wie hast du die Fankultur und -unterstützung damals empfunden? Wie ist es im Vergleich dazu vor richtig großem Publikum in Bundesliga und DFB-Pokal zu spielen mit TV-Live-Übertragung von jedem Spiel?

Tim: Die Unterstützung damals gegenüber mir war großartig und das werde ich auch niemals vergessen. Ich glaube, dass ich gerade damals eine sehr große Wertschätzung während dieser turbulenten Saison genießen durfte, da ich ein Kasseläner durch und durch war und bin.

Jetzt ist es natürlich nochmal etwas anderes vor zigtausenden Menschen im Stadion und vor dem TV zu spielen. Das sind aber die Momente für die man jeden Tag arbeitet. Und ich genieße es jedes mal aufs neue wenn ich den Platz betrete und bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit habe dies zu erleben.

Blog36: Tausend Dank für das Interview, Tim! blog36 wünscht Dir auf Deinem weiteren Weg alles Gute & wird ihn mit Spannung verfolgen. Solange du noch nicht in die DFB-Elf berufen wurdest, bist du bei der nächsten Länderspielpause herzlich auf ein Bier (bzw. Wasser) im Block 36 eingeladen!

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